Katzen sind Raubtiere. Deshalb ist ihr Körperbau in hervorragender Weise auf diejenigen Umweltverhältnisse ausgerichtet, die sie in ihrem natürlichen Lebensraum vorfinden. Katzen können meisterhaft schleichen, springen und klettern. Dabei wirken sie geschmeidig und elastisch. All dies wird ihnen durch das harmonische Zusammenspiel von Skelett, Sehnen und Muskeln ermöglicht. Die Katzenpfoten entsprechen auch den kätzischen Erfordernissen. Die Tiere haben die Fähigkeit, sich sachte und leise fortzubewegen, aber auch kräftig zuzupacken und hohe Hindernisse zu erklimmen, wenn es notwendig ist. Ebenso ausgeprägt sind die Sinnesorgane der Katze. Sie kann ausgezeichnet hören und sehen. Ihre Augen passen sich den Lichtverhältnissen an und nehmen auch noch bei spärlichstem Licht Gegenstände wahr. Weiteres über Sinnesleistungen und Fähigkeiten der Katze in den anderen Rubriken.

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Gebiss der Katze
Das Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen größerer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus, mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.
Quelle: "Internet" Verfasser: "unbekannt"
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Krallen und Pfoten

Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett..

Quelle: "Internet" Verfasser: "unbekannt"
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Lymphsystem der Katze
Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weitverzweigtes Netz den Körper. Der Inhalt der Bahnen ist Lymphe, eine Flüssigkeit, die aus dem Körper stammt, bestimmte Filterstationen - die Lymphknoten - durchläuft und dann wieder dem Blut zugeführt wird. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden.
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Auf das Fell sind einige wesentliche Lymphknoten in ihrer Lage aufgezeichnet
1. Ohrspeicheldrüsenlymphknoten 2. Kehlgangslymphknoten 3. Oberflächliche Halslymphknoten
4. Achselhöhlenlymphknoten 5. Oberflächliche Leistenlymphknoten 6. Kniekehllymphknoten
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Aktiver Bewegungsapparat - Skelettmuskulatur

Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Einwirkung der Muskeln. Jeder Muskel besitzt einen Ursprungsbereich, der oberhalb des Gelenkes liegt und einen Ansatz unterhalb des Gelenkes. Wird jetzt der Muskel durch Einen Nervenreiz veranlasst, sich zusammenzuziehen, so verkürzt er sich. Da zwischen Ursprung und Ansatz das Gelenk liegt, können die Knochen bei der Verkürzung des Muskels bewegt werden. Als wesentliche Wirkungsgruppe unterscheidet man zwischen den Muskeln nach ihrer Funktion: Beuger, Strecker und Dreher. Die Wirkungsweise eines Muskels hängt immer von der Lage seines Ursprungs und Ansatzes ab.

 
Darstellung der oberflächlich gelegenen Muskulatur
1. Oberlippenheber & Erweiterer des Nasenloches 2. Jochmuskel 3. Rückzieher des äußeren Augenwinkels
4. Heber des inneren Augenwinkels 5. Äußerer Kaumuskel 6. Lange Auswärtszieher des Ohres
7. Brustbein-Kopf-Muskel 8. Schulter-Hals-Muskel 9. Schlüsselbeinstreifen
10. Schlüsselbein-Oberarmmuskel 11. Schulter-Hals-Muskel 12. Trapezmuskel
13. Deltamuskel 14. Unterer Grätenmuskel 15. Dreiköpfiger Muskel
16. Breiter Rückenmuskel 17. Unterer gezahnter Muskel 18. Äußerer schiefer Bauchmuskel
19. Innerer schiefer Bauchmuskel 20. Oberarmmuskel 21. Tiefer Brustmuskel
22. Oberarm-Speichenmuskel 23. Äußerer Speichenmuskel 24. Gemeinsamer Zehenstrecker
25. Äußerer Ellenbogenmuskel 26. Tiefer Zehenbeugenmuskel 27. Äußerer Zehenstrecker
28. Runder Einwärtsdreher 29. Innerer Speichenmuskel 30. Oberflächlicher Zehenbeuger
31. Schneidermuskel 32. Spanner der Schenkelfaszie 33. Mittlerer Kruppenmuskel
34. Oberflächlicher Kruppenmuskel 35. Schwanz-Oberschenkelmuskel 36. Zweiköpfiger Oberschenkel-Muskel
37. Halbsehniger Muskel 38. Halbhäutiger Muskel 39. Wadenmuskel
40. Langer Wadenbeinmuskel 41. Langer Zehenstrecker 42. Vorderer Schienbeinmuskel
43. Tiefer Zehenbeuger        
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Passiver Bewegungsapparat - Knochen und Gelenke
Das tragfähige Skelettsystem gibt dem Katzenkörper seine Stabilität und schütz gleichzeitig empfindliche Organe wie Herz und Lunge im Brustkorb und das Gehirn im Kopf. Durch gelenkige Verbindungen der einzelnen Knochen untereinander ist überhaupt erst eine Fortbewegung möglich. Bei den Gelenken kann man einen Beugewinkel und einen Streckwinkel unterscheiden. Wird das Gelenk gebeugt, so werden die freien Enden der Knochen des Gelenkes einander genähert, wird es gestreckt, entfernen sich die Knochenenden voneinander. Zur Ausführung der Vielzahl der Bewegungsabläufe sind die einzelnen Gelenke sehr unterschiedlich gebaut und haben verschiedene Bewegungsradien.
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Darstellung des Knochengerüstes/Skelett - weitere Bilder des Katzenskeletts
1. Zwischenkieferbein 2. Oberkieferbein 3. Stirn
4. Hirnschädel 5. Jochbogen 6. Unterkiefer
7. Augenhöhle 8. Halswirbel 9. 6 von 7 ausgebildeten Halswirbeln
10. 2 Rippe 11. 13 Rippe 12. Brustbeinanfang
13. Brustbeinende 14. 1 Brustwirbel 15. Letzter Brustwirbel
16. 1 Lendenwirbel 17. 7 Lendenwirbel 18. Kreuzbein
19. Schwanzwirbel 20. Schulterblatt 21. Oberarm
22. Speiche 23. Elle (22. & 23. = Unterarm) 24. Vorderfußwurzel
25. Vordermittelfuß 26. Vorderzehen 27. Becken
28. Hüftgelenk 29. Oberschenkel 30. Kniescheibe
31. Schienbein 32. Wadenbein (31.&32. = Unterschenkel) 33. Hinterfußwurzel
34. Hintermittelfuß 35. Hinterzehen    
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Verdauungsorgane
Im Bereich der Maulhöhle befinden sich die kräftig ausgebildeten Zähne, von denen die Hakenzähne oder Fangzähne auffallen. Besondere Bedeutung für die Nahrungsaufnahme haben im Oberkiefer der P4 und im Unterkiefer der M1 als Reißzähne, mit denen die Katze die Nahrung abreißt. Diese Nahrung wird in der Maulhöhle eingespeichelt (Speicheldrüsen) und dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert, wo die Verdauung fortgesetzt wird. Die Nahrung wird im Dünndarm mit den Abschnitten: Zwölffingerdarm(12), Leerdarm und Hüftdarm weiter aufgespaltet, wobei Verdauungssäfte aus der Leber(10) und der Bauchspeicheldrüse helfen. Im Dickdarm mit den Abschnitten: Blinddarm, Grimmdarm und Enddarm(13) wird die Verdauung beendet und die nicht verdauten Reste zum Kot eingedickt.
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Kopfspeicheldrüsen und Übersicht der Körperhöhlenorgane
1. Ohrspeicheldrüse 2. Unterkieferdrüse 3. Unterzungendrüse
4. Oberkieferbackendrüse 5. Vorderer Lungenlappen 6. Mittlerer Lungenlappen
7. Hinterer Lungenlappen 8. Herz 9. Zwerchfell
10. Rechte Leberhälfte 11. Magen 12. Zwölffingerdarm
13. Enddarm 14. Netz 15. Niere
16. Harnleiter 17. Harnblase    
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Herz und Kreislauf
Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück ins Herz, in dessen linke Hälfte und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader(3) gepumpt, von wo aus es sich über die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt.
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Übersicht der Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Lage des Herzens
1. Luftröhre 2. Herz 3. Hauptschlagader
4. Speiseröhre 5. Zwergfell 6. Leber
7. Magen 8. Milz 9. Netz
10. Niere 11. Harnleiter 12. Harnblase
13. Enddarm        
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Luftwege
Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Wasserdampf und das Verdunsten der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte Luft gelangt durch den Kehlkopf und Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinsten Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxids erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt.
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Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Atemwege
1. Nasenhöhle 2. Atmungsrachen 3. Luftröhre
4. Vorderer Lungenlappen 5. Mittlerer Lungenlappen 6. Hinterer Lungenlappen
7. Speiseröhre 8. Zwergfell 9. Leber
10. Magen 11. Magenausgang 12. Zwölffingerdarm
13. Dünndarm 14. Enddarm 15. Niere
16. Harnleiter 17. Harnblase 18. Eierstock
19. Gebärmutter        
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Männliche Geschlechtsorgane
Man unterscheidet hier: die zwei Keimdrüsen-Hoden(17), die die Samenzellen bilden-, die zwei Nebenhoden(17), die die Samenzellen speichern, die zwei Samenleiter(18), durch die die Samenzellen transportiert werden, und die Vorsteherdrüse(19), die zu dem Samen noch bestimmte Sekrete dazugibt. Durch die Harnröhre, in die die Samenleiter münden, wird der Samen beim Deckakt in die Gebärmutter abgegeben. Das Glied des Katers(20) ist nach hinten gerichtet.
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Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung  der männlichen Geschlechtsorgane
1. Maulhöhle 2. Zunge 3. Schlingrachen
4. Speiseröhre 5. Zwerchfell 6. Leber
7. Magen 8. Milz 9. Dünndarm
10. Enddarm 11. Luftröhre 12. Herz
13. Hauptschlagader 14. Niere 15. Harnleiter
16. Harnblase 17. Hoden und Nebenhoden 18. Samenleiter
19. Vorsteherdrüse 20. Glied    
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Weibliche Geschlechtsorgane
Diese gliedern sich von vorn nach hinten in zwei Eierstöcke(14), zwei Eileiter, die Gebärmutter(15) mit ihren beiden Hörnern und dem kurzen Körper, den Gebärmuttermund sowie die Scheide(17) und den Scheidenvorhof. Beim Deckakt liegt das Glied in der Scheide und der Samen wird in die Gebärmutter abgegeben. Am Eierstock sind zu dieser Zeit Eizellen frei geworden, die in den Eileiter fallen. Hier treffen sie auf die aktiv vorwärts wandernden Samenfäden und es kommt zur Befruchtung. Die befruchteten Eizellen gelangen in die Gebärmutter, wo sie sich festsetzen und zu geburtsreifen Katzen entwickeln.
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Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Geschlechtsorgane
1. Herz 2. Hintere Hohlvene 3. Vordere Hohlvene
4. Unpaare Vene 5. Hauptschlagader 6. Zwerchfell
7. Leber 8. Magen eröffnet 9. Zwölffingerdarm
10. Dünndarm 11. Niere 12. Harnleiter
13. Harnblase 14. Eierstock 15. Gebärmutter z.T. eröffnet
16. Frucht in der Gebärmutter 17. Scheide    
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Näheres zu den oben aufgeführten Daten und Abbildungen
Die Anatomie ist die Lehre von Lage, Gestalt und Bau der Teile eines Lebewesens sowie ihrer räumlichen Anordnung. Am Beispiel der Europäischen Kurzhaarkatze ( Hauskatze ) werden die wichtigsten anatomischen Fakten aufgezeigt. Die oben aufgeführten Daten, die in Zusammenarbeit mit Professor Dr. H. Wissdorf, Anatomisches Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem Grafiker G.Kapitzke, Isernhagen, entstanden sind, vermitteln einen Einblick in den Bau des Katzenkörpers. Sehr detailliert zeigen sie das Skelett, die Muskeln, die einzelnen Abschnitte der Verdauungsorgane, das Herz- und Kreislaufsystem sowie die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane.
Quelle: EFFEM-FORSCHUNG FÜR HEIMTIERNAHRUNG www.effem.de Verfasser: Prof. Dr. H. Wissdorf Grafik: G. Kapitzke

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